best of 2018

Vieles lief gut heuer. Manches war nicht nur gut, sondern sehr gut oder sogar großartig. Davon erzähle ich Ihnen heute liebe Leserxs. Hier sind sie, meine größten WOW’s des vergangenen Jahres.

An erster Stelle steht www.curablehealth.com Die App bietet ein Anti-Schmerz-Training für Menschen mit chronischen Schmerzen. Ganz im Gegensatz zu unserer den Menschen in Einzelteile sezierenden Fachartztmedizin und im Gegensatz zu eso-Voodoo wird hier ein umfassender, auf modernsten Erkenntnissen der Schmerzforschung basierender Ansatz praktiziert. Auf einer Facebook-Gruppe treffen die Mitglieder schmerzgeplagte Menschen aus aller Welt und nehmen an einem Programm teil, das Info-Vorträge, Meditationen, Expressives Schreiben und Gehirntraining anbietet, um chronische Schmerzen zu reduzieren oder ganz loszuwerden. Der Kern der Botschaft: Unser Nervensystem kann alles, jeden Schmerz, jede Allergie, jede Unverträglichkeit lernen und verlernen. Viel schneller als man denkt. Die meisten Schmerzen/Symptome haben nur sehr begrenzt mit der üblichen fachärztlichen Diagnose zu tun. Moderne Schmerzforschung fokussiert daher weniger auf Symptome und mehr auf Gehirntraining. Natürlich gehören Krankheiten behandelt, aber es ist gar nicht so bedeutsam, ob Sie an Migräne, Knieschmerzen, Bandscheibenvorfall, Magengeschwüren, Asthma oder einer Angststörung leiden. Wenn es länger dauert als die akute Situation erklären kann, hat das Nervensystem schon übernommen. „Ihr Gehirn muss lernen, wieder auf Ihre Wünsche zu reagieren und aufhören ein automatisiertes Schmerzprogramm zu fahren.“ sagen die begleitenden Ärzte. So neu ist das nicht, denn Ähnliches findet sich schon bei den alten Griechen: Die meisten Krankheiten wurzeln in Stress. Meine Geschichte mit 20 Jahren chronischen Schmerzen aller Art und das nahezu vollständige Verschwinden der Symptome nach 3, 4 Monaten Curable-Programm gibt ihnen verblüffend und ungeheuerlich zugleich einfach recht.

„Ihr Gehirn muss lernen, wieder auf Ihre Wünsche zu reagieren und aufhören ein automatisiertes Schmerzprogramm zu fahren.“

 

Hand in Hand mit curable ging das körpertherapeutische Bewegungstraining www.körperbewegt.com bei mir schnurstraks in Richtung Wohlgefühl und Lebendigkeit. Die Linzerin Ulrike Bauer hat über 20 Jahre Entwicklungsarbeit hineingesteckt, mit Erfolg. Ich habe in den letzten Jahrzehnten nahezu jede moderne Körperarbeit zum Teil sehr ausführlich kennen gelernt und ich versichere Ihnen liebe Leserxs, die Arbeit von Ulrike Bauer hält dem Vergleich mit Größen wie Feldenkrais, Alexander, B.B. Cohen, Franklin uam. stand. Nicht den Vergleich mit den Ausbildungsimperien welche diese Schulen aufgezogen haben, sondern den inhaltlichen. Ein komplexes, dennoch klares Konzept liegt den rund halbstündigen online sowie live in ihrem Studio verfügbaren Übungen zugrunde. Faszienentklebung, Ausrichtung aller Gelenke und Muskelketten, mehr Raum für Knochen und Organe, Entspannung, verbesserte Atmung und Koordination und last not least die Wiederentdeckung von Beweglichkeit und Lebensfreude … Herz, was willst du mehr?!

Noch ein Kurs gehört auf meine Bestenliste: Stilsicher in 8 Wochen von Frau Maier. Ich habe Ihnen in vorangegangenen Posts ausführlich darüber berichtet liebe Leserxs. An meiner Begeisterung hat sich nichts geändert. Aber mein Leben hat sich verändert. Stilsicher werden ist ein wunderbarer Prozess und ich hoffe, er wird noch lange andauern. Durch die vielen liebevollen und punktgenauen online-Gespräche habe ich in diesem Kurs eine Handvoll neue Freundinnen gewonnen, die ich mittlerweile auch live treffe. Das fühlt sich wunderbar an und ist in meinem Alter keine Selbstverständlichkeit mehr.

 

Dies ist das beste Rezept aus 2018. Es ist ein Hirse-Polenta-Auflauf und stammt aus der begnadeten Berliner Event-Küche www.fannysausacooks.de. Es gibt nur ein Symbolfoto, dafür das Rezept mit Geschmacksgarantie: Kochen Sie eine Tasse Hirse in viel Gemüsebrühe 5-7 Minuten lang. „Ankochen“ nennt sich das. Seihen Sie ab, mischen Sie einen Eßlöffel Polenta, eine halbe bis ganze Tasse schwarze klein geschnittene Oliven, eine Tasse frisch und fein geriebenen Parmesankäse, einen Schuß Obers (muss nicht unbedingt sein) sowie etwas Pfeffer und Salz darunter und streichen Sie die recht feuchte Masse zwei Finger hoch in eine Kasserole. Backen Sie das Ganze bei 180 Grad im Ofen bis es knusprige braune Ränder hat. Servieren Sie dazu einen gemischten Salat mit Ruccola, Radieschen, Chicoree, Fenchel und allem was sonst noch einen Salat gut und knackig macht. Das Zusammenspiel von frischem Grün und dem knusperigen etwas bröseligen Auflauf hat sogar den Herrn KK Hirse mit Genuss essen lassen. Schicken Sie mir das Dankschreiben, ich leite es gerne weiter.

©CchrisS-cinema-pixabay.com

Auch eine Oper gehört zu meinen besten Erlebnissen 2018. Nicht irgendeine Oper, sondern Wagners Tristan&Isolde. Ich hatte mich vor den angekündigten fünfeinviertel Stunden gefürchtet, das kann ich Ihnen sagen. Es heißt ja, dass man Wagner erst im Älterwerden verstehen kann, die Fülle und Transzendenz seiner Musik erschließt sich angeblich den meisten Menschen erst jenseits der 60. Nun, ich war wohl alt genug denn die Musik war eine Offenbarung. Ich gehe seit 50 Jahren in die Oper und so etwas habe ich noch nie gehört. Ich war nicht berührt, ich war ergriffen. Berückend, unwirklich, transzendent, wahnsinnig im Aufbau stetiger Spannungsbögen, alles zugleich. Ich verstehe jetzt ausserdem was es mit den berühmten Wagner-Sängern auf sich hat. Es braucht ungeheure Strahlkraft um quasi die dominanteste Stimme in einem großen Orchester zu sein. Unvergesslich. Danke, Musiktheater Linz.

… denn die Musik war eine Offenbarung.

Unser Reise-Highlight war Venedig. Nicht nur Venedig, auch seine Biennale. Der Herr KK und ich sind bekennende Biennale-Fans geworden. Der sonnige Blick auf die Lagune, zwischen Gondeln, Brücken und Cafe´s umherschlendern und täglich ein paar Stunden Kunst aus aller Welt schauen macht das Herz leicht und die Seele heiter. Entgegen aller Tourismusberichte ist La Serenissima, wie Venedig von seinen Bewunderern liebevoll genannt wird, nur an den Hautpwegen eine überfüllte Stadt. Es ist immer noch möglich, direkt an der Rialtobrücke ein einfaches Hotelzimmer um 80€/DZ zu kriegen, in jeder einzelnen Bar den besten Cappuchino, in Weinbars ein italienisch geselliges Steh-Achterl mit herrlichen Brötchen und wenn man ein wenig herumschaut, gibt es genügend Gelegenheiten für ausgezeichnetes Essen. Man braucht nur eine Gasse neben den Touristenströmen zu gehen und schon ist man allein. Und wenn einem das reicht, stürzt man sich wieder ins Gewühl. Oder Sie folgen den Spuren von Commissario Brunetti, liebe Leserxs. Oder der Venedig-Irrfahrt des Michael Aldrian. Oder Sie fühlen sich in die venezianische Küche ein. Wenn Sie Inspiration brauchen, finden Sie weiter unten *) ein paar Bücher für den Anfang.

Der jahrtausende alte Zauber der Lagunenstadt in Verbindung mit moderner Kunst in Hülle und Fülle, das nährt Geist und Seele. Und die vielen Schritte dazwischen stärken den Körper. Die Biennale in Venedig kann mit jedem Wellnessurlaub mithalten, glauben Sie mir!

Natürlich gab es noch einige WOW’s mehr im vergangenen Jahr liebe Leserxs. Ich könnte mich glatt an eine 100er Bestenliste heranwagen, dafür müsste ich nur ein wenig ins Detail gehen. Aber ich will Sie nicht überfrachten mit der Fülle meines guten Lebens. So teile ich mit Ihnen diese sechs Besten und hoffe sehr, Sie können 2018 und 2019 locker mithalten!

Verbringen sie ein glanzvolles Silvester und starten Sie gut ins Neue Jahr, wo wir uns wiedersehen,

hofft jedenfalls
JKK

*) Venedig-Buchtipps:
E. Hoffmann, K. Heinrich: Auf den Spuren von Commissario Brunetti, Harms Verlag. Mit Karte und vielen Insidertipps.
Gerhard Roth: Die Irrfahrt des Michael Aldrian, Fischer Verlag. Ein 500-Seiten-Krimi mit viel Kunstverstand und sehr düsteren Machenschaften.
Skye McAlpine: Zu Tisch in Venedig. südwest Verlag. Das derzeit schönste Zeitgeist-Kochbuch über die venezianische Küche.

2 Gedanken zu “best of 2018

  1. Super Idee, die best of Liste! Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. Hättest du vielleicht eine Empfehlung für guten Yoga-Unterricht im Raum Steyr?

    1. Liebe Eva, danke! Deine Rückmeldung freut mich sehr. Wegen einem guten Yogaunterricht in Steyr – das ist eine sehr persönliche Sache. Die meisten Yogalehrer bieten sehr guten Unterricht, aber das Finden des „Richtigen“ braucht oft ein paar verschiedene Schnupperstunden. Nur Mut, mach dich einfach auf die Suche. In Steyr kenne ich nur Dietlinde Maywöger, sie war eine meiner Ausbildnerinnen und ich habe sie sehr geschätzt. Viel Erfolg wünsche ich dir!

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